Eine Japansäge ist eine Handsäge, die auf Zug schneidet. Weil das Blatt beim Ziehen gespannt wird, kann es sehr dünn sein. Die japanische Zugsäge hinterlässt deshalb eine schmale Schnittfuge und saubere Kanten. Du brauchst dabei wenig Kraft. Tischler und Heimwerker nutzen sie im Möbelbau für Zapfen, Schwalbenschwänze und genaue Querschnitte.
Es gibt vier Bauformen. Die Ryoba hat zwei Schneiden für Längs- und Querschnitt und ist die beste Wahl für den Einstieg. Die Dozuki hat einen Rücken und sägt besonders fein. Die Kataba hat eine Schneide ohne Rücken und schafft tiefe Schnitte. Die Kugihiki ist eine Bündigsäge für Dübel und Zapfen, die überstehen. Auf dieser Seite findest du fünf Modelle mit technischen Daten und eine Erklärung, welche Zahnung zu welchem Schnitt passt.
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Wähle aus, was am ehesten auf dich zutrifft.
Suizan Ryoba Japansäge 240 mm
Die Suizan Ryoba 240 hat eine Zahnung für Längsschnitte und eine für Querschnitte. Das Blatt ist 0,5 mm dick und lässt sich tauschen.
Z-Saw Dozuki Hartholz 240 Japansäge
Die Z-Saw Dozuki Hartholz 240 hat ein 0,3 mm dünnes Blatt mit Rücken und eine Zahnung für Hartholz. Sie sägt gerade und fein, zum Beispiel an Zapfenschultern und Schwalbenschwänzen.
Shogun Kataba Japansäge Universal 265 mm
Die Shogun Kataba Universal hat ein 265 mm langes Blatt ohne Rücken. Die Universalzahnung sägt längs, quer und schräg.
Magma Kugihiki J-KDG180 Bündigsäge 180 mm
Die Magma Kugihiki J-KDG180 ist eine Bündigsäge mit 180 mm langem Blatt. Sie sägt Dübel direkt an der Oberfläche ab, ohne das Holz zu zerkratzen.
Irwin Japansäge Doppelblatt 240 mm 7/17 ZpZ 10505164
Die Irwin Ryoba 240 mm hat eine grobe Seite mit 7 und eine feine Seite mit 17 Zähnen pro Zoll. Sie ist für Querschnitte und einfache Längsschnitte gedacht.
Die 5 besten Japansägen im Vergleich
| Modell | Bauform | Blattlänge | Blattstärke | Zahnung | Wechselblatt |
|---|---|---|---|---|---|
| Suizan Ryoba 240 | Ryoba, zweiseitig | 240 mm | 0,5 mm | längs rund 9, quer rund 15 ZpZ | ja |
| Z-Saw Dozuki Hartholz 240 | Dozuki, mit Rücken | 240 mm | 0,3 mm | für Hartholz | ja |
| Shogun Kataba Universal 265 | Kataba, ohne Rücken | 265 mm | 0,6 mm | universal, 16 ZpZ | ja |
| Magma Kugihiki J-KDG180 | Bündigsäge | 180 mm | keine Angabe | ungeschränkt | ja |
| Irwin Japansäge 10505164 | Ryoba, zweiseitig | 240 mm | keine Angabe | 7 und 17 ZpZ | keine Angabe |
Technische Daten laut Hersteller- und Händlerangaben, Stand September 2026. ZpZ steht für Zähne pro Zoll. Je höher der Wert, desto feiner schneidet die Säge.
#1: Suizan Ryoba 240
Die Suizan Ryoba 240 ist die vielseitigste Japansäge für den Einstieg. Eine Seite hat rund 3,5 Zähne pro Zentimeter für Längsschnitte, die andere rund 6 Zähne pro Zentimeter für Querschnitte. Das Blatt ist 0,5 mm dick, die Schnittbreite liegt laut Suizan bei 0,8 mm. Die Säge ist 590 mm lang, wiegt rund 200 g und hat einen mit Rattan umwickelten Holzgriff. Wenn das Blatt stumpf ist, tauschst du es gegen ein Ersatzblatt.
du mit japanischen Sägen anfängst und eine Säge für Längs- und Querschnitte in Brettern und Leisten suchst.
du vor allem sehr feine Zinken sägst. Dafür ist eine Dozuki mit Rücken genauer. Bei der zweiseitigen Ryoba kann die obere Zahnreihe bei tiefen Schnitten am Werkstück anstoßen.
Suizan Ryoba Japansäge 240 mm
- JAPANISCHE ZUGSÄGE: Dieses Produkt ist eine "Zugsäge". Die meisten Menschen sind an europäische Sägen gewöhnt, die "Push Saws" genannt werden und durch eine Druckbewegung schneiden. Japanische Sägen hingegen schneiden das Material durch Ziehen und werden "Pull Saws" genannt. Im Vergleich zu "Schiebesägen" ist dieses japanische Produkt leichter, benötigt weniger Energie und ergibt eine sauberere Kante.
- JAPANISCHER STAHL: Alle japanischen SUIZAN-Sägen bestehen aus hochwertigem japanischem Stahl. Der hochwertige Stahl sorgt für rasiermesserscharfe Schnitte.
- HERGESTELLT IN JAPAN: Alle SUIZAN Holzbearbeitungswerkzeuge werden in Japan von japanischen Handwerksmeistern hergestellt. Der gesamte Herstellungsprozess dieser Werkzeuge wird in einer der japanischen Städte abgeschlossen, die für ihre über 100-jährige Handwerkstradition bekannt sind.
#2: Z-Saw Dozuki Hartholz 240
Die Z-Saw Dozuki Hartholz 240 ist eine Feinsäge mit Rücken für genaue Holzverbindungen in Hartholz. Das Blatt ist nur 0,3 mm dick, die impulsgehärteten Zähne sind auf Hartholz ausgelegt. Der Metallrücken hält das dünne Blatt gerade. Deshalb eignet sich die Säge für Zapfenschultern, Schwalbenschwänze und Gehrungen an Leisten. Die Schnitttiefe ist durch den Rücken begrenzt. Das Blatt ist austauschbar.
du im Möbelbau Zapfen und Zinken sägst und saubere, ausrissfreie Schnitte brauchst.
du dicke Bretter auftrennen willst. Die Schnitttiefe reicht dafür nicht. Die impulsgehärteten Zähne können bei grober Handhabung ausbrechen.
Z-Saw Dozuki Hartholz 240 Japansäge
- Anwendung: Schwalbenschwanz/Möbelrestaurierung/Zapfen
- Impulsgehärtete Zähne / austauschbare Klinge
- Zum Schneiden: Ebenholz / Mahagoni / Nussbaum / Eiche
#3: Shogun Kataba Universal 265
Die Shogun Kataba Universal ist eine Japansäge ohne Rücken für tiefe Schnitte. Das 265 mm lange Blatt ist 0,6 mm dick und hat 16 Zähne pro Zoll. Die Universalzahnung sägt längs, quer und schräg, auch in Plattenwerkstoffen. Einzelne Längsschnittzähne räumen laut Händler die Späne aus der Fuge. Die Zähne sind impulsgehärtet, der Griff ist aus Paulownia-Holz mit Rattanwicklung, das Blatt lässt sich tauschen.
du Bretter, Kanthölzer und Platten sägst, bei denen der Schnitt tiefer ist als bei einer Dozuki.
du feine Zinken sägst. Die Fuge ist mit 0,9 mm breiter als bei einer Dozuki.
Shogun Kataba Japansäge Universal 265 mm
#4: Magma Kugihiki J-KDG180
Die Magma Kugihiki J-KDG180 ist eine Bündigsäge für Dübel und überstehende Zapfen. Wie bei jeder Kugihiki sind die Zähne nicht geschränkt, deshalb zerkratzen sie die Oberfläche nicht. Das Blatt ist 180 mm lang und biegsam. Du legst es flach auf das Werkstück und sägst den Überstand direkt an der Fläche ab. Als Ersatz bietet Magma das Blatt J-KEDG180 an. Zu Blattstärke und Zahnzahl macht der Anbieter in den Händlerangaben keine Angaben.
du Dübel, Holznägel oder Zapfen bündig kürzen willst, zum Beispiel beim Möbelbau oder an Treppen.
du normale Trennschnitte machst. Ohne Schränkung klemmt das Blatt in tiefen Schnitten.
Magma Kugihiki J-KDG180 Bündigsäge 180 mm
- längere Standzeit und exakte Schnitte
- härteres und dünneres Sägeblatt wie handelsübliche Zugsägen
- Blattlänge: 180 mm Stärke: 0,2 mm. Zahnabstand: 0,83 mm
#5: Irwin Japansäge 10505164
Die Irwin 10505164 ist eine zweiseitige Japansäge aus dem Baumarktsortiment. Das 240 mm lange Blatt hat eine grobe Seite mit 7 Zähnen pro Zoll und eine feine Seite mit 17 Zähnen pro Zoll. Irwin empfiehlt die Säge für Querschnitte und einfache Längsschnitte. Hergestellt wird sie laut Händlerangaben in Japan. Zu Blattstärke und Ersatzblatt macht Irwin in den Händlerangaben keine Angaben.
du gelegentlich Leisten, Latten und Bretter ablängst und eine robuste Säge für die Werkzeugkiste suchst.
du feine Holzverbindungen sägst. Dafür sind die Suizan Ryoba oder eine Dozuki besser geeignet.
Irwin Japansäge Doppelblatt 240 mm 7/17 ZpZ 10505164
- Diese Säge wurde so konzipiert, dass sie beim Zughub schneidet
- Die dünne Klinge und die Zähne sorgen für einen saubereren Schnitt und eine hervorragende Oberfläche
- Die dünne und flexible Klinge erleichtert das Bündigschneiden
Das sagen Tests und Käufer
Für diesen Abschnitt haben wir veröffentlichte Tests und Praxisberichte aus Fachportalen sowie Käuferbewertungen bei Händlern ausgewertet. Die Redaktion hat die Sägen nicht selbst getestet. Zu Japansägen gibt es wenige frei lesbare Tests. Aufgeführt sind deshalb nur Modelle, zu denen ein veröffentlichter Test vorliegt.
Suizan Ryoba 240
Das Portal Adventures In DIY hat die Suizan Ryoba 240 über mehrere Wochenenden eingesetzt, das Testgerät stellte Suizan zur Verfügung. Der Tester sägte damit Längsschnitte in Nadelholz und Eiche, Querschnitte, Zapfen und Zierleisten. Er lobt die schmale Schnittfuge und dass das Blatt mit einem Schraubendreher schnell getauscht ist. Als Hinweis nennt er, dass du beim Zurückschieben keinen Druck geben sollst, sonst verkantet das dünne Blatt.
- Die Säge kommt mit Längs- und Querschnitten in Weich- und Hartholz zurecht.
- Die Schnittfuge ist schmal und die Schnitte laufen gerade.
- Das Blatt lässt sich mit einem Schraubendreher tauschen.
- Wer von europäischen Sägen kommt, muss sich an das Sägen ohne Druck beim Vorschieben gewöhnen.
Ausgewertete Quellen: Suizan 9 1/2″ Ryoba Test and Review, Adventures In DIY
Z-Saw Dozuki Hartholz 240
Highland Woodworking hat in Wood News Online Nr. 174 vom Februar 2020 die Z-Saw Dozuki Hardwood 240 getestet. Das ist die englische Bezeichnung der Dozuki Hartholz 240 aus diesem Vergleich. Der Tester lobt, dass die Säge leicht anschneidet, gerade läuft und saubere Schnitte liefert. Er weist darauf hin, dass die harten Zähne bei falscher Technik in hartem Holz ausbrechen können und sich nicht nachschärfen lassen.
- Das dünne Blatt schneidet leicht an und läuft gerade im Schnitt.
- Die Schnittflächen sind glatt und sauber.
- Die impulsgehärteten Zähne können bei Verkanten in hartem Holz ausbrechen.
- Die Zähne lassen sich nicht nachschärfen, stumpfe Blätter tauschst du aus.
Ausgewertete Quellen: Z-Saw Dozuki Saw Tool Review, Highland Woodworking (Test der Dozuki Hardwood 240)
Ryoba, Dozuki, Kataba und Kugihiki sind die vier Bauformen
Alle japanischen Zugsägen schneiden auf Zug. Sie unterscheiden sich darin, wie viele Schneiden das Blatt hat und ob ein Rücken es versteift.
Die Ryoba hat zwei Schneiden. Eine ist für Längsschnitte in Faserrichtung gezahnt, die andere für Querschnitte. Sie ist die klassische Allround-Säge und ein guter Einstieg.
Die Dozuki hat eine Schneide und einen Rücken aus Metall. Der Rücken hält das sehr dünne Blatt gerade. Sie ist die Säge für feine Holzverbindungen. Die Schnitttiefe ist durch den Rücken begrenzt.
Die Kataba hat eine Schneide und keinen Rücken. Das Blatt ist etwas dicker, dafür kannst du beliebig tief sägen. Sie eignet sich für breite Bretter und Plattenwerkstoffe.
Die Kugihiki ist eine Bündigsäge mit biegsamem Blatt und ungeschränkten Zähnen. Sie kürzt Dübel und Zapfen direkt an der Oberfläche.
| Ryoba | Dozuki | Kataba | Kugihiki | |
|---|---|---|---|---|
| Schneiden | zwei | eine | eine | eine oder zwei |
| Rücken | nein | ja | nein | nein |
| Schnitttiefe | unbegrenzt, solange die obere Zahnreihe frei ist | begrenzt durch den Rücken | unbegrenzt | nur für Überstände |
| Typischer Einsatz | ablängen, auftrennen, Zapfen | Zinken, Zapfenschultern, Gehrungen | Bretter, Kanthölzer, Platten | Dübel und Zapfen bündig kürzen |
| Passt zu dir, wenn | du eine Säge für vieles suchst | du genaue Holzverbindungen sägst | du tiefe Schnitte brauchst | du oft dübelst |
Die Zahnung entscheidet über Längs- und Querschnitt
Beim Längsschnitt sägst du in Faserrichtung, zum Beispiel wenn du ein Brett schmaler machst. Die Zähne sind dafür größer und arbeiten wie kleine Stechbeitel. Sie räumen viele Späne aus der Fuge.
Beim Querschnitt sägst du quer zur Faser, zum Beispiel beim Ablängen. Die Zähne sind kleiner, spitzer und mehrfach angeschliffen. Sie trennen die Holzfasern sauber, damit die Kante nicht ausreißt.
Die Universalzahnung einer Kataba kombiniert beides. Sie ist ein Kompromiss für Arbeiten, bei denen du oft die Richtung wechselst oder Plattenwerkstoffe sägst.
- Grobe Zahnung mit rund 7 bis 10 ZpZ nimmst du für Längsschnitte und weiches Holz.
- Mittlere Zahnung mit rund 14 bis 17 ZpZ passt für Querschnitte in Brettern und Leisten.
- Feine Zahnung ab rund 20 ZpZ nimmst du für Zinken, Zapfen und Hartholz.
- Ungeschränkte Zähne mit hoher Zahnzahl sind für Bündigschnitte gedacht.
Blattstärke und Rücken bestimmen Schnittfuge und Stabilität
Japanische Sägeblätter sind meist 0,3 bis 0,6 mm dick. Ein dünnes Blatt ergibt eine schmale Fuge und braucht wenig Kraft. Es verzeiht aber weniger, wenn du beim Sägen verkantest. Die Dozuki gleicht das mit ihrem Rücken aus. Die Kataba nutzt ein etwas dickeres Blatt, damit sie ohne Rücken stabil bleibt.
Die Schnittfuge ist immer etwas breiter als das Blatt, weil die Zähne geschränkt sind. Sie stehen also abwechselnd leicht nach links und rechts ab. Bei der Suizan Ryoba macht das aus 0,5 mm Blattstärke rund 0,8 mm Fuge. Die Bündigsäge hat keine Schränkung, deshalb klemmt sie in tiefen Schnitten.
Ein Ersatzblatt macht die stumpfe Japansäge wieder scharf
Die meisten Japansägen haben impulsgehärtete Zähne. Sie bleiben lange scharf, lassen sich aber nicht mit einer normalen Feile nachschärfen. Wenn die Säge stumpf ist oder Zähne ausgebrochen sind, tauschst du das Blatt. Je nach Modell löst du dafür eine Schraube oder ziehst das Blatt aus dem Griff.
Kaufe am besten eine Säge, zu der der Hersteller Ersatzblätter anbietet. Suizan, Z-Saw, Shogun und Magma führen Ersatzblätter für die Modelle in diesem Vergleich. Achte beim Nachkauf auf die genaue Bezeichnung, denn die Blätter passen nur in den Griff der jeweiligen Serie. Für die Suizan Ryoba 240 gibt es dieses Ersatzblatt:
Suizan Ersatzblatt für Ryoba 240 mm
- Ersatzklinge für SUIZAN japansäge zugsäge holzsäge ryoba 240mm
- Für Längs- und Querschnitt, Klingenlänge: 240mm, Klingenstärke: 0,5mm, TPI: 9&15 (1,67mm), Schnittbreite: 0,8mm
So setzt du die Japansäge im Möbelbau ein
Die Japansäge ist ein Werkzeug für genaue Handarbeit. Für lange Zuschnitte ist eine Maschine schneller. Bei Holzverbindungen und Anpassarbeiten arbeitest du mit der Japansäge zügig und genau.
- Zapfen sägen: Die Wangen sägst du mit der Längsschnittseite der Ryoba, die Schultern mit einer Dozuki oder der Querschnittseite.
- Schwalbenschwänze und Zinken: Eine Dozuki mit feiner Zahnung hält die Linie und reißt kaum aus.
- Leisten und Gehrungen: Mit einer Dozuki und einer einfachen Gehrungslade sägst du saubere 45-Grad-Schnitte.
- Dübel und Holznägel bündig kürzen: Die Kugihiki sägt den Überstand ab, ohne die Fläche zu beschädigen.
- Bretter auftrennen und ablängen: Eine Ryoba oder Kataba sägt auch breitere Bretter und Kanthölzer.
Für bündige Schnitte an Türzargen und in eingebauten Teilen ist eine Vibrationssäge schneller, weil du damit direkt in die Fläche eintauchen kannst.
Mit einer Ryoba gelingt der Einstieg für Anfänger
Wenn du noch keine Japansäge hast, beginne mit einer Ryoba mit 240 mm Blattlänge. Sie deckt Längs- und Querschnitte ab, und du lernst die Technik an vielen Arbeiten. Eine Dozuki kaufst du dazu, sobald du regelmäßig Holzverbindungen sägst.
- Spanne das Werkstück fest ein, damit du beide Hände für die Säge frei hast.
- Setze die Säge flach an und ziehe sie zunächst mit wenigen kurzen Zügen an, bis eine Kerbe entsteht.
- Lass beim Ziehen das Gewicht der Säge arbeiten und schiebe sie ohne Druck zurück.
- Halte den Arm in einer Linie mit dem Blatt, dann läuft der Schnitt gerade.
- Kippe oder verdrehe das Blatt nicht, sonst können einzelne Zähne ausbrechen.
Japansäge, Gestellsäge und Eisensäge haben verschiedene Aufgaben
Die Japansäge ist eine Feinsäge für Holz. Sie kommt ohne Rahmen aus und ist dadurch handlich und leicht. Für lange Schnitte in dicken Bohlen und das Zuschneiden von Massivholz in der Werkstatt ist eine Gestellsäge mit gespanntem Blatt eine Alternative. Metall sägst du mit keiner Japansäge. Dafür nimmst du eine Eisensäge mit Bimetall-Blatt.
| Japansäge | Gestellsäge | Eisensäge | |
|---|---|---|---|
| Material | Holz, Holzwerkstoffe | Holz | Metall, Kunststoff |
| Schnittrichtung | auf Zug | meist auf Stoß | auf Stoß |
| Blatt | frei oder mit Rücken, sehr dünn | im Holzgestell gespannt | im Metallbügel gespannt |
| Typischer Einsatz | Holzverbindungen, feine Querschnitte | Bretter, Bohlen, Zuschnitt | Rohre, Profile, Gewindestangen |
Darauf kommt es beim Kauf an
Bauform passend zur Arbeit
Für den Einstieg und gemischte Arbeiten ist eine Ryoba die richtige Wahl. Für Zinken und feine Verbindungen nimmst du eine Dozuki. Wenn du tief in Bretter oder Platten sägst, ist eine Kataba sinnvoll. Die Kugihiki brauchst du, wenn du regelmäßig mit Dübeln oder Holznägeln arbeitest.
Zahnung und Zähne pro Zoll
Die Zahnung muss zur Schnittrichtung passen. Für Längsschnitte brauchst du grobe Zähne, für Querschnitte feinere. Hartholz und kleine Verbindungen verlangen eine feine Zahnung mit 20 ZpZ und mehr. Universalzahnungen sind ein Kompromiss für wechselnde Arbeiten.
Blattlänge
240 mm ist die übliche Länge für Werkstatt und Möbelbau. Längere Blätter mit 265 bis 300 mm sägen dicke Werkstücke mit weniger Zügen. Kurze Blätter um 150 bis 180 mm sind handlich für kleine Arbeiten und Bündigschnitte.
Wechselblatt und Ersatzteile
Impulsgehärtete Zähne lassen sich nicht nachschärfen. Wähle deshalb eine Säge mit Wechselblatt, für die der Hersteller Ersatzblätter anbietet. So nutzt du den Griff weiter und kaufst nur ein neues Blatt.
Griff
Traditionelle Griffe sind gerade, aus Holz und mit Rattan umwickelt. Sie erlauben es, die Säge mit beiden Händen zu führen. Pistolengriffe aus Kunststoff ähneln dem Griff europäischer Handsägen. Probiere nach Möglichkeit aus, welche Form dir besser liegt.
Bestseller: Japansägen
In dieser Bestseller-Liste findest du die am häufigsten gekauften Japansägen.
Für genaue Schnitte mit der Japansäge brauchst du eine feste Werkbank mit Vorderzange oder Spannmöglichkeiten.
Häufige Fragen
Was ist eine Japansäge?
Eine Japansäge ist eine Handsäge, die auf Zug schneidet. Du ziehst das Blatt zu dir hin, dabei steht es unter Zugspannung und knickt nicht aus. Deshalb kann das Blatt viel dünner sein als bei einem europäischen Fuchsschwanz. Die Schnittfuge ist schmal und die Schnittkanten werden sauber. Im Handel heißt sie auch japanische Zugsäge oder Feinzugsäge.
Welche Japansäge ist für Anfänger geeignet?
Für den Einstieg ist eine Ryoba mit 240 mm Blattlänge am vielseitigsten. Sie hat eine Zahnung für Längsschnitte und eine für Querschnitte. Damit kannst du Leisten ablängen, Bretter auftrennen und einfache Zapfen sägen. Achte auf ein Wechselblatt, dann bekommt die Säge bei stumpfen Zähnen einfach ein neues Blatt.
Was ist der Unterschied zwischen Ryoba, Dozuki und Kataba?
Die Ryoba hat zwei Schneiden, eine für Längs- und eine für Querschnitte. Die Dozuki hat eine Schneide und einen versteifenden Rücken. Sie sägt sehr fein und gerade, die Schnitttiefe ist aber durch den Rücken begrenzt. Die Kataba hat eine Schneide ohne Rücken und schafft damit beliebig tiefe Schnitte, zum Beispiel in Plattenmaterial.
Welche Seite der Ryoba ist für Längsschnitt und welche für Querschnitt?
Die Seite mit den größeren Zähnen ist für Längsschnitte in Faserrichtung. Die Seite mit den kleinen, spitzen Zähnen ist für Querschnitte quer zur Faser. Bei der Suizan Ryoba 240 hat die Längsschnittseite rund 3,5 Zähne pro Zentimeter, die Querschnittseite rund 6.
Kann man eine Japansäge nachschärfen?
Die meisten modernen Japansägen haben impulsgehärtete Zähne. Diese Zähne sind sehr hart und lassen sich mit einer normalen Feile nicht schärfen. Wenn die Säge stumpf ist, tauschst du das Blatt. Bei Modellen mit Wechselblatt geht das mit wenigen Handgriffen. Achte beim Kauf darauf, dass der Hersteller Ersatzblätter anbietet.
Kann man mit einer Japansäge Dübel bündig absägen?
Ja. Dafür gibt es die Kugihiki, auch Bündigsäge oder Dübelsäge genannt. Ihre Zähne sind nicht geschränkt und das Blatt ist biegsam. Du legst das Blatt flach auf die Oberfläche und sägst den Dübel ab, ohne das Holz zu zerkratzen. Eine Ryoba oder Dozuki würde mit ihren geschränkten Zähnen Spuren im Werkstück hinterlassen.
Kann man mit einer Japansäge Metall sägen?
Nein. Japansägen sind für Holz, Holzwerkstoffe und je nach Modell für Kunststoff gebaut. Metall beschädigt die harten, dünnen Zähne. Für Rohre, Profile und Gewindestangen nimmst du eine Eisensäge mit Bimetall-Blatt.
Worauf muss ich bei impulsgehärteten Zähnen achten?
Impulsgehärtete Zähne bleiben lange scharf, sind aber spröde. Highland Woodworking weist in einem Test der Z-Saw Dozuki Hardwood 240 aus diesem Vergleich darauf hin, dass einzelne Zähne in hartem Holz ausbrechen können, wenn du verkantest oder zu stark drückst. Ziehe die Säge deshalb mit wenig Druck und in einer Linie. Nachschärfen kannst du diese Zähne nicht, du tauschst das Blatt.
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Die Vorschläge erstellt eine KI (Claude). Links zu Amazon sind Affiliate-Links.





















