Ein Ortungsgerät zeigt dir, ob hinter der Stelle, an der du bohren willst, eine Stromleitung, ein Metallrohr oder ein Holzbalken liegt. Händler nennen die Geräte auch Leitungssucher, Wandscanner oder Multidetektor. Einfache Modelle finden Metall und spannungsführende Leitungen. Bessere Geräte erkennen zusätzlich Holz hinter Gipskarton, Radar-Wandscanner auch Kunststoffrohre und Hohlräume.
Für die meisten Heimwerker reicht ein Gerät mit Metall-, Strom- und Holzmodus wie der Bosch UniversalDetect oder der Bosch Professional GMS 120-27. Auf dieser Seite findest du fünf Modelle mit technischen Daten, eine Auswertung veröffentlichter Tests und Käufererfahrungen und die Installationszonen, in denen Leitungen nach Norm verlaufen sollen.
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Bosch Ortungsgerät Truvo (2. Generation)
Der Bosch Truvo hat eine einzige Taste und kalibriert sich selbst. Er findet spannungsführende Leitungen bis 50 mm und Metall bis 70 mm. Holz erkennt er nicht.
Bosch Ortungsgerät UniversalDetect
Der Bosch UniversalDetect findet Metall, Stromleitungen und Holz bis 25 mm. Das Display führt dich Schritt für Schritt durch die Messung.
Bosch Professional Ortungsgerät GMS 120-27 (2x AA, Tasche)
Der Bosch Professional GMS 120-27 findet Kupfer bis 120 mm und Holz bis 30 mm. Das Gehäuse ist gummiert und nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt.
Laserliner Ortungsgerät MultiFinder Pro 080.966A
Der Laserliner MultiFinder Pro findet Holz- und Metallunterkonstruktionen bis 40 mm und Eisen bis 100 mm. Im Metallmodus zeigt er auch Leitungen ohne Spannung als Metall an.
Bosch Professional Wallscanner D-tect 200 C (4x AA, Tasche)
Der Bosch Professional D-tect 200 C ortet mit Radar bis 200 mm tief in trockenem Beton. Er erkennt auch Kunststoffrohre und Hohlräume, die einfache Leitungssucher nicht sehen.
Die 5 besten Ortungsgeräte im Vergleich
| Modell | Technik | Stromleitung | Metall | Holz | Stromversorgung | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bosch Professional GMS 120-27 | Multidetektor | bis 50 mm | Kupfer 120 mm, Stahl 100 mm | bis 30 mm | 2 × AA oder 3,7-V-Akku | ca. 0,29 kg |
| Bosch UniversalDetect | Multidetektor | bis 50 mm | bis 100 mm | bis 25 mm | 4 × AAA | 0,34 kg |
| Bosch Truvo (2. Generation) | Leitungssucher | bis 50 mm | bis 70 mm | nein | 3 × AAA | 0,15 kg |
| Laserliner MultiFinder Pro | Multidetektor | bis 40 mm | Eisen 100 mm, Kupfer 50 mm | bis 40 mm | 9-V-Block | 0,23 kg mit Batterie |
| Bosch Professional D-tect 200 C | Radar-Wandscanner | ja | ja | bis 38 mm | 4 × AA oder 12-V-Akku | ca. 0,7 kg |
Technische Daten laut Hersteller- und Händlerangaben, Stand September 2026. Die Ortungstiefen sind Maximalwerte. Beim D-tect 200 C gibt Bosch die Tiefe je Untergrund an: bis 200 mm in trockenem Beton, bis 80 mm in anderen Wänden und bis 60 mm in jungem Beton. Er erkennt zusätzlich leere und wasserführende Kunststoffrohre und Leitungen ohne Spannung.
#1: Bosch Professional GMS 120-27
Der Bosch GMS 120-27 ist der robuste Multidetektor für Heimwerker und Handwerk und der Nachfolger des bekannten GMS 120. Er erkennt Metall und spannungsführende Leitungen automatisch, für Holz schaltest du einen eigenen Modus zu. Kupfer findet er bis 120 mm, Stahl bis 100 mm, Stromleitungen bis 50 mm und Holz bis 30 mm. Ein Leuchtring und vier Pfeile führen dich zur Mitte des Objekts, durch das Markierloch zeichnest du die Stelle an. Das Gehäuse ist rundum gummiert und nach IP54 geschützt. Du betreibst das Gerät mit zwei AA-Batterien oder mit einem Akku mit USB-C, der je nach Set dabei ist.
du ein Gerät für viele Jahre suchst, das auch auf der Baustelle Stürze und Staub verträgt.
du Kunststoffrohre finden musst. Dafür brauchst du einen Radar-Wandscanner.
Bosch Professional Ortungsgerät GMS 120-27 (2x AA, Tasche)
- SCHNELLE ORTUNG: Einfache Ortung von Metall, spannungsführenden Leitungen und Holzunterkonstruktionen für zielsicheres Bohren.
- BENUTZERFREUNDLICH: Klare Informationen durch vereinfachte Modusauswahl, Zentrumsanzeige und Materialidentifikation. Der Detektor zeigt an, ob es sich bei dem Objekt um magnetisches oder nichtmagnetisches Metall, eine spannungsführende Leitung oder nichtmetallisches Material handelt.
- DREIFARBIGE ANZEIGE: Der LED-Ring um die Markierungsöffnung leuchtet rot wenn ein Objekt detektiert wurde, bei Annäherung an ein Objekt gelb und grün, wenn kein Objekt gefunden wurde
#2: Bosch UniversalDetect
Der Bosch UniversalDetect ist das Ortungsgerät für Heimwerker mit Holzmodus. Er findet Metall bis 100 mm, spannungsführende Leitungen bis 50 mm und Holzunterkonstruktionen bis 25 mm. Das Display zeigt eine animierte Anleitung, ein LED-Ampelsystem und optionale Warntöne melden gefundene Objekte. Die Kalibrierung läuft automatisch. Durch das mittige Loch markierst du die Bohrstelle direkt am Fundort.
du Bilder, Regale und Hängeschränke montierst und auch Ständer hinter Gipskarton finden willst.
du vor allem in dicken, massiven Wänden nach Stromleitungen suchst. Tests und Käufer nennen hier schwankende Ergebnisse.
Bosch Ortungsgerät UniversalDetect
- Der Bosch-Detektor UniversalDetect - 3 Detektionseinstellungen: Der Wandscanner erkennt Unterkonstruktionen im Trockenbaumodus, stromführende Kabel und Metall bis zu einer Tiefe von 25/50/100 mm, so dass ein sichereres Bohren möglich ist.
- Nachhaltigkeit: das Produkt hat Nachhaltigkeitsmerkmale. Weitere Details dazu finden Sie bei den Bildern.
#3: Bosch Truvo (2. Generation)
Der Bosch Truvo ist der einfachste Leitungssucher im Vergleich. Du bedienst ihn mit einer Taste, er kalibriert sich beim Einschalten selbst. Spannungsführende Leitungen findet er bis 50 mm, Metall bis 70 mm. Zwei verschiedenfarbige Anzeigen unterscheiden Strom und Metall, ein Signalton wird wie bei einer Einparkhilfe schneller, je näher du dem Objekt kommst. Mit 150 g passt er in jede Werkzeugkiste.
du ab und zu ein Loch bohrst und vorher sicher sein willst, dass dort keine Leitung liegt.
du Holzbalken oder Ständer im Trockenbau suchst. Holz erkennt der Truvo nicht.
Bosch Ortungsgerät Truvo (2. Generation)
- Orten von Stromkabeln und Metall: das digitale Ortungsgerät erkennt stromführende Kabel bis 50 mm und Metall bis 70 mm Tiefe. Mit einem roten Blinklicht und Signalton warnt das Gerät wo besser nicht gebohrt werden sollte. Eigene LEDs für Metall und stromführende Kabel ermöglichen eine einfache Unterscheidung, was gefunden wurde.
- Sofort einsatzbereit: einfaches Orten auf Knopfdruck. Das neue Tonkonzept nach dem Prinzip einer Einparkhilfe zeigt klar an, wo besser nicht gebohrt werden sollte.
- Auto-Kalibrierung: Der Wandscanner kalibriert sich automatisch, sobald er an die Wand gehalten wird; bei einer Repositionierung an der Wand kalibriert er sich erneut automatisch.
#4: Laserliner MultiFinder Pro
Der Laserliner MultiFinder Pro ist ein Multidetektor mit Bedienerführung auf dem Display. Er findet Holz- und Metallunterkonstruktionen bis 40 mm, Eisen bis 100 mm, Kupfer bis 50 mm und spannungsführende Leitungen bis 40 mm. Eine permanente Spannungswarnung meldet Leitungen mit 230 V auch in den anderen Modi. Leitungen ohne Spannung zeigt er im Metallmodus an. Er läuft mit einem 9-V-Block rund drei Stunden.
du im Trockenbau Holz- und Metallständer finden willst und eine Alternative zu Bosch suchst.
du Stromleitungen tiefer als 40 mm orten musst. Dann ist ein Gerät mit 50 mm Ortungstiefe die bessere Wahl.
Laserliner Ortungsgerät MultiFinder Pro 080.966A
- Das universelle Ortungsgerät lokalisiert zuverlässig Metall, Eisen, Kupfer, Holz und spannungsführende Leitungen
- Der MultiFinder Pro passt sich direkt an die verschiedenen Untergründe an, bietet Bohrpunktsicherheit und eignet sich zur Hohlraumortung
- Die Besonderheit ist, dass sogar nicht spannungsführende Leitungen unter Putz ermittelt werden können
#5: Bosch Professional D-tect 200 C
Der Bosch D-tect 200 C ist ein Radar-Wandscanner für Elektriker, Installateure und Bauunternehmen. Er findet Objekte in trockenem Beton bis 200 mm Tiefe und erkennt neben Metall und Stromleitungen auch Leitungen ohne Spannung, Holz sowie leere und wasserführende Kunststoffrohre. Das Farbdisplay zeigt die Ergebnisse in Objekt-, Signal- und Spotansicht. Mit der Screenshot-Funktion dokumentierst du Messungen und überträgst sie per USB-C oder Micro-SD-Karte. Er läuft mit vier AA-Batterien oder einem 12-V-Akku von Bosch Professional.
du beruflich in Beton bohrst, Kernbohrungen vorbereitest oder Kunststoffrohre finden musst.
du nur gelegentlich Dübel setzt. Für Heimwerker ist das Gerät zu teuer. Käufer berichten außerdem, dass du dich in die Bedienung einarbeiten musst und Stromleitungen im Mauerwerk nicht immer eindeutig angezeigt werden.
Bosch Professional Wallscanner D-tect 200 C (4x AA, Tasche)
- BOSCH-RADARTECHNOLOGIE: Moderne Radartechnologie erlaubt die Ortung gängiger Objekte: (nicht-)spannungsführende Leitungen, wasserführende/leere Kunststoffrohre, (nicht-)magnetisches Metall, Holzteile
- EINFACHE DOKUMENTATION: Die Screenshot-Funktion unterstützt eine schnelle und einfache Dokumentation der Ortungsergebnisse, die per USB-C und Micro-SD-Karte heruntergeladen werden können.
- INTUITIVES USER INTERFACE: Für Präzision, mehr Sicherheit und eine klare Darstellung erkannter Objekte. Vier verschiedene Ansichten bieten Flexibilität für die besten Ergebnisse in jeder Situation.
Das sagen Tests und Käufer
Für diesen Abschnitt haben wir veröffentlichte Tests aus Heimwerkerzeitschriften und Käuferbewertungen ausgewertet, die Testportale zusammenfassen. Die Redaktion hat die Geräte nicht selbst getestet. Aufgeführt sind nur Punkte, die in mehreren Quellen vorkommen oder aus einem veröffentlichten Test stammen. Zum Laserliner MultiFinder Pro haben wir keinen Test der aktuellen Ausführung gefunden, er fehlt deshalb in diesem Abschnitt.
Bosch Truvo (2. Generation)
Heimwerker Praxis hat den Truvo der zweiten Generation in Ausgabe 6/2024 mit der Note 1,2 bewertet und die Preis-Leistung als “sehr gut” eingestuft. Die Zeitschrift selbst ist der Mann kam in Ausgabe 3/2025 auf “sehr gut”. Beide Tests loben die getrennte Anzeige für Metall und Strom und die einfache Bedienung. Käuferbewertungen fallen laut Zusammenfassung von testberichte.de überwiegend positiv aus und nennen vor allem die Zuverlässigkeit und die einfache Handhabung.
- Die Anzeige unterscheidet klar zwischen Metall und stromführender Leitung.
- Die Bedienung mit einer Taste und die automatische Kalibrierung werden in beiden Tests hervorgehoben.
- Armierungen und spannungsführende Leitungen erkannte das Gerät im Test von selbst ist der Mann zuverlässig.
- Holzbalken findet der Truvo bauartbedingt nicht.
Ausgewertete Quellen: Bosch Truvo (2023) im Test, testberichte.de (Zusammenfassung der Tests aus Heimwerker Praxis 6/2024 und selbst ist der Mann 3/2025), Bosch Truvo 2. Generation, testbericht.de
Bosch UniversalDetect
Die Zeitschrift selbst ist der Mann hat den UniversalDetect in Ausgabe 1/2020 mit “gut” (1,6) bewertet und im Vergleichstest vorn gesehen. Gelobt werden die zuverlässige Erkennung von Kupferleitungen, Stahlrohren und Armierungen und die einfache Bedienung. Als Schwachpunkt nennt der Test Stromleitungen in massiven Baustoffen. ETM Testmagazin kam im September 2022 ebenfalls auf “gut” (91,4 Prozent) und fand Leitungen sehr genau, Holz hinter Mauerwerk aber nicht immer. Auch in Käuferbewertungen, die heimwerker.cc und testberichte.de zusammenfassen, werden schwankende Ergebnisse bei spannungsführenden Leitungen genannt.
- Metall wie Rohre, Schrauben und Armierungen erkennt das Gerät in Tests und laut Käufern zuverlässig.
- Die einfache Bedienung wird im Test von selbst ist der Mann und in Käuferbewertungen hervorgehoben.
- Stromleitungen in massiven Wänden werden nicht immer sicher angezeigt.
Ausgewertete Quellen: Bosch UniversalDetect im Test, testberichte.de (Zusammenfassung des Tests aus selbst ist der Mann 1/2020), Bosch UniversalDetect im Test 2022, ETM Testmagazin, Bosch UniversalDetect im Test, heimwerker.cc
Bosch Professional GMS 120-27
Zum GMS 120-27 gab es bis September 2026 keinen veröffentlichten Magazintest. Die Käuferbewertungen, die testbericht.de und heimwerker.cc zusammenfassen, fallen überwiegend positiv aus. Genannt werden vor allem die einfache Bedienung, die robuste Verarbeitung und eine zuverlässige Erkennung von Metall und Stromleitungen.
- Die Bedienung gilt bei Käufern als einfach, auch ohne Vorkenntnisse.
- Das gummierte Gehäuse wirkt stabil und liegt gut in der Hand.
- Metall und spannungsführende Leitungen findet das Gerät laut Käufern zuverlässig.
Ausgewertete Quellen: Bosch GMS 120-27 Professional, testbericht.de, Bosch GMS 120-27 Test, heimwerker.cc
Bosch Professional D-tect 200 C
Einen Magazintest zum D-tect 200 C haben wir nicht gefunden. In den Käuferbewertungen, die testbericht.de und heimwerker.cc zusammenfassen, wird die Radarortung in Beton und Mauerwerk gelobt. Mehrfach genannt wird aber, dass die Ergebnisse stark von der richtigen Handhabung abhängen und Stromleitungen im Mauerwerk nicht immer eindeutig angezeigt werden.
- Die Radarortung findet Objekte in Wänden, bei denen einfache Leitungssucher an Grenzen kommen.
- Du musst dich in die Bedienung und die Messmethode einarbeiten. Viele Käufer führen Fehlmessungen auf Bedienfehler zurück und raten, die Anleitung genau zu lesen.
- Spannungsführende Leitungen zeigt das Gerät im Mauerwerk nicht immer eindeutig an.
Ausgewertete Quellen: Bosch D-tect 200 C, testbericht.de, Bosch Professional Wallscanner D-tect 200 C, heimwerker.cc
Ein Ortungsgerät ist ein Metalldetektor für die Wand
Ein Leitungssucher arbeitet ähnlich wie ein Metalldetektor, ist aber auf wenige Zentimeter Tiefe in Wand, Decke und Boden ausgelegt. Die meisten Geräte kombinieren mehrere Sensoren. Die Unterschiede zwischen den Gerätearten liegen darin, welche Materialien sie erkennen.
| Gerätetyp | Stromleitung | Metall | Holz | Kunststoffrohr | Beispiel |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfacher Leitungssucher | ja | ja | nein | nein | Bosch Truvo |
| Multidetektor | ja | ja | ja, bis 25 bis 40 mm | nein | Bosch UniversalDetect, GMS 120-27 |
| Radar-Wandscanner | ja | ja | ja | ja | Bosch D-tect 200 C |
Stromleitungen erkennt ein Ortungsgerät am elektrischen Wechselfeld. Das funktioniert nur, solange die Leitung unter Spannung steht. Ohne Spannung findet das Gerät das Kabel höchstens über den Metallsensor als Kupfer. Metall wie Stahlrohre, Kupferrohre, Armierungen und Schrauben erkennt ein induktiver Sensor. Holz und Kunststoff finden Multidetektoren und Radar-Wandscanner über Dichteunterschiede in der Wand.
Stromleitungen finden und sicher bohren
Ein Ortungsgerät senkt das Risiko, beim Bohren eine Leitung zu treffen. Es gibt dir aber keine Garantie. Geh deshalb in dieser Reihenfolge vor.
- Suche die Leitung bei eingeschalteter Sicherung, sonst erkennt das Gerät sie nicht als stromführend.
- Fahre die Stelle langsam waagerecht und senkrecht ab und markiere den Verlauf mit Bleistift.
- Prüfe den Bereich auch im Metallmodus, damit du Wasserrohre und Leitungen ohne Spannung findest.
- Schalte vor dem Bohren, Stemmen oder Schlitzen die Sicherung des Stromkreises aus.
- Halte Abstand zum markierten Verlauf und bohre nicht direkt ober- oder unterhalb von Schaltern und Steckdosen.
Ein Ortungsgerät ersetzt keinen Leitungsplan. Wenn es für dein Haus einen Installationsplan gibt, sieh ihn vor größeren Arbeiten an. Abgeschirmte Kabel und Leitungen in Metallrohren zeigt ein Leitungssucher nicht als stromführend an. In feuchten Wänden, bei metallkaschierter Dämmung und in stark armiertem Beton können die Geräte Fehlanzeigen liefern.
Installationszonen nach DIN 18015-3
Die Norm DIN 18015-3 legt fest, wo in Wohngebäuden Leitungen unsichtbar in der Wand verlegt werden sollen. Die aktuelle Fassung stammt aus dem Jahr 2016. Die Zonen helfen dir, einzuschätzen, wo du mit Leitungen rechnen musst.
| Zone | Lage |
|---|---|
| Waagerecht oben | 15 bis 45 cm unter der Decke |
| Waagerecht unten | 15 bis 45 cm über dem Fußboden |
| Waagerecht Mitte (z. B. Küche) | 100 bis 130 cm über dem Fußboden |
| Senkrecht an Türen und Fenstern | 10 bis 30 cm neben der Rohbaukante |
| Senkrecht an Wandecken | 10 bis 30 cm neben der Ecke |
Schalter und Steckdosen liegen meist in diesen Zonen, von ihnen aus laufen die Leitungen senkrecht oder waagerecht weiter. Die Norm gilt für Neuinstallationen. In Altbauten, bei älteren Installationen und nach Umbauten verlaufen Leitungen oft anders, manchmal auch schräg. Bis 2007 lag die mittlere Zone zum Beispiel bei 90 bis 120 cm. Prüfe deshalb auch außerhalb der Zonen mit dem Ortungsgerät.
Wenn du neue Leitungen unter Putz verlegen willst, fräst du die Schlitze mit einer Mauernutfräse. Für Dosenbohrungen und Dübellöcher in Beton brauchst du einen Bohrhammer.
Holzbalken und Ständer im Trockenbau orten
Im Trockenbau suchst du meist die Ständer, an denen du Hängeschränke, Regale oder einen Fernseher befestigen willst. Holzständer findest du nur mit einem Gerät mit Holzmodus. Metallständer aus Blechprofilen erkennt jedes Gerät mit Metallsensor. Die Ortungstiefe für Holz liegt bei Handgeräten bei 25 bis 40 mm. Für eine einfache oder doppelte Beplankung mit Gipskarton reicht das aus.
Fahre die Wand waagerecht ab und markiere beide Kanten des Ständers. Die Mitte liegt zwischen den Markierungen. Die Ständer stehen in vielen Wänden in gleichmäßigen Abständen, oft 62,5 cm. Kabel laufen im Trockenbau häufig durch die Öffnungen der Profile. Prüfe deshalb vor dem Bohren auch den Strommodus. Welche Werkzeuge du sonst für Wände aus Gipskarton brauchst, steht in der Werkzeugliste für den Trockenbau.
Wandscanner mit Radar erkennen auch Kunststoffrohre
Einfache Leitungssucher und Multidetektoren finden keine Kunststoffrohre. Wasserleitungen und Heizungsrohre aus Kunststoff enthalten kein Metall, das ein induktiver Sensor erkennen könnte. Nur Mehrschicht-Verbundrohre mit Aluminiumkern werden als Metall angezeigt. Ein Radar-Wandscanner wie der Bosch D-tect 200 C erkennt leere und wasserführende Kunststoffrohre, Hohlräume und Holz auch in Beton und Mauerwerk.
Ein Radargerät lohnt sich für Handwerker, die regelmäßig in Beton bohren, Kernbohrungen vorbereiten oder nach Rohren im Estrich suchen. Für Heimwerker ist ein Multidetektor die sinnvollere Wahl. Wenn du nur einmal ein Radargerät brauchst, kannst du es bei manchen Händlern und Werkzeugverleihern mieten.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Erkannte Materialien
Überlege zuerst, was du finden willst. Für Stromleitungen und Metall reicht ein einfacher Leitungssucher. Für Holzbalken und Ständer brauchst du einen Holzmodus. Kunststoffrohre und Hohlräume findet nur ein Radar-Wandscanner.
Ortungstiefe
Die meisten Geräte finden spannungsführende Leitungen bis 50 mm. Unterputzleitungen liegen in der Regel weniger tief. Bei Metall unterscheiden die Hersteller oft zwischen Eisen und Kupfer, Kupfer wird meist weniger tief erkannt. Die Werte sind Maximalwerte unter guten Bedingungen.
Anzeige und Bedienung
Ein Leuchtring oder eine Ampelanzeige zeigt dir schnell, ob du dich einem Objekt näherst. Ein Display mit Anleitung hilft, wenn du das Gerät selten nutzt. Eine automatische Kalibrierung verhindert Bedienfehler beim Einschalten.
Markierloch
Ein Loch in der Mitte des Sensors zeigt die Stelle, an der das Objekt liegt. Durch das Loch markierst du die Bohrstelle direkt mit dem Bleistift. Der Bosch UniversalDetect und der GMS 120-27 haben ein solches Markierloch. Achte bei anderen Geräten darauf, wie sie die Mitte des Objekts anzeigen.
Stromversorgung und Robustheit
Geräte mit AA- oder AAA-Batterien lassen sich überall mit Ersatzbatterien betreiben. Ein 9-V-Block ist seltener im Haus. Auf der Baustelle zählen ein gummiertes Gehäuse und Schutz gegen Staub und Spritzwasser, zum Beispiel nach IP54.
Bestseller: Ortungsgeräte
In dieser Bestseller-Liste findest du die am häufigsten gekauften Ortungsgeräte.
Häufige Fragen
Wie funktioniert ein Ortungsgerät für die Wand?
Einfache Ortungsgeräte arbeiten mit mehreren Sensoren. Ein induktiver Sensor erkennt Metall, ein weiterer Sensor das elektrische Wechselfeld einer spannungsführenden Leitung. Geräte mit Holzmodus messen zusätzlich Dichteunterschiede in der Wand und finden so Holzbalken hinter Gipskarton. Radar-Wandscanner wie der Bosch D-tect 200 C senden Radarwellen in die Wand und zeigen auch Kunststoffrohre und Hohlräume an.
Findet ein Leitungssucher Stromleitungen, wenn die Sicherung aus ist?
Als stromführende Leitung erkennt das Gerät ein Kabel nur, solange Spannung anliegt. Ist die Sicherung aus, findet es das Kabel höchstens über den Metallsensor als Kupfer. Orte die Leitung deshalb bei eingeschalteter Sicherung, markiere den Verlauf und schalte den Stromkreis erst danach zum Bohren ab.
Wie tief kann ein Ortungsgerät orten?
Spannungsführende Leitungen finden die meisten Geräte bis 50 mm Tiefe. Metall wird je nach Gerät bis 70 bis 120 mm erkannt, Kupfer oft weniger tief als Stahl. Holz orten Handgeräte nur bis 25 bis 40 mm. Der Radar-Wandscanner D-tect 200 C erreicht in trockenem Beton bis 200 mm. Die Angaben der Hersteller sind Maximalwerte unter guten Bedingungen, feuchte Wände und Armierung verringern die Tiefe.
Welches Ortungsgerät findet Holzbalken im Trockenbau?
Du brauchst ein Gerät mit Holzmodus. Der Bosch UniversalDetect findet Holz bis 25 mm, der Bosch GMS 120-27 bis 30 mm und der Laserliner MultiFinder Pro Holz- und Metallunterkonstruktionen bis 40 mm. Das reicht für übliche Beplankungen aus Gipskarton. Der Bosch Truvo erkennt kein Holz, er findet nur Metall und Stromleitungen.
Findet ein Ortungsgerät Kunststoff-Wasserrohre?
Einfache Leitungssucher finden Kunststoffrohre nicht, weil sie kein Metall enthalten. Nur Mehrschicht-Verbundrohre mit Aluminiumkern werden als Metall erkannt. Leere und wasserführende Kunststoffrohre zeigt ein Radar-Wandscanner wie der Bosch D-tect 200 C an.
Wo verlaufen Stromleitungen in der Wand?
Nach DIN 18015-3 verlaufen waagerechte Leitungen in Zonen 15 bis 45 cm unter der Decke und 15 bis 45 cm über dem Fußboden, in Küchen auch 100 bis 130 cm über dem Fußboden. Senkrechte Leitungen liegen 10 bis 30 cm neben Türen, Fenstern und Wandecken. Die Norm gilt für Neuinstallationen. In älteren Häusern und nach Umbauten können Leitungen anders liegen, deshalb ersetzt die Norm keine Ortung.
Was ist der Unterschied zwischen Bosch GMS 120 und GMS 120-27?
Der GMS 120-27 ist der Nachfolger des GMS 120 und seit Juli 2024 erhältlich. Bosch hat die Bedienung und die Anzeige vereinfacht und das Gehäuse mit einer umlaufenden Gummierung robuster gemacht. Der GMS 120-27 läuft mit zwei AA-Batterien oder einem optionalen Akku mit USB-C, der GMS 120 mit einem 9-V-Block. Nichteisenmetalle wie Kupfer findet das neue Modell bis 120 mm, der GMS 120 bis 80 mm.
Welche Schwächen nennen Tests und Käufer beim Bosch UniversalDetect?
Die Zeitschrift selbst ist der Mann nennt im Test aus Ausgabe 1/2020 als Schwachpunkt, dass Stromleitungen in massiven Baustoffen nicht immer zuverlässig erkannt werden. Auch in Käuferbewertungen werden schwankende Ergebnisse bei spannungsführenden Leitungen genannt. ETM Testmagazin bemängelt, dass Holz hinter Mauerwerk nicht immer gefunden wird. Bedienung, Metallerkennung und Markierloch werden in Tests und von Käufern gelobt.
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